22. April 2013

Alles davon ist wichtig

Heute gibt es so ein buntes Potpourri der guten Geschichten im Angebot, dass ich selber ein bisschen gespannt bin, was hier gleich stehen wird.

Zum eine wäre da von der Einarbeitung am Fußabtreter des Elfenbeinturms zu berichten. Diese läuft sensationell. Zwar weiß ich immer noch nicht ganz die Richtung, die ich dort einschlagen werde Satzkonstruktionen zu denen "einschlagen wir eine Bombe" passt spare ich mir heute mal, aber ich schaffe es schon immer öfter, Meetings mit den unterschiedlichsten Menschen so zu timen, dass ich sowohl vorher als auch nachher eine so gut wie anstehfreie Café-Situation vorfinde. Bedenkt man, wie gerne sich manche Menschen reden hören und wie pragmatisch andere mit ihrer und meiner Zeit umgehen, ist das schon eine ganz gute Leistung. Lob, bitte.

Ich könnte aber auch davon erzählen, dass Wulfhild endlich laufen gelernt hat und ich somit demnächst endlich den 15. Brief an sie schreiben könnte, den ich, wie ich selbst analysierte, bisher nicht geschrieben habe weil ich nach dem 14. Brief so bei mir gedacht hatte, dass sie beim nächsten Mal sicher würde laufen können. Und so hatte der 7. des Monats gar nicht die übliche Signalwirkung und ich schrieb und schrieb einfach nicht. Unendlich stolz bin ich natürlich trotzdem.

Oder doch lieber vom Lieblingsbesuch des Wochenendes erzählen? Frau Kirsche war nämlich auf Stippvisite in der Kaiserstadt und ließ es sich GottseiDank nicht nehmen, auf zwei Kaffees und Kekse zu Besuch zu kommen. Vielleicht wollte sie nur auch mal mit Wulfhilds neuem Kofferset spielen, das kann sein, aber sie wusste es geschickt zu kaschieren und auch Interesse an mir zu heucheln. Der Besuch involvierte auch einen Besuch bei unser beider Liebling in der Straße nebenan, der da Stoff feilbietet und immer gut ist für den ein oder anderen Schmunzler. Fazit: ich muss Blusen nähen. Ein Stoff liegt hier schon passen zu .meikes Blümchenmonat Mai und ich hab da was zauberhaft oranges mit pinken Punkten gesehen. Und und und.

Ein bisschen Gejammere wäre auch im Angebot, denn ich leide an einer besonders tückischen Art der Frühjahrsmüdigkeit, die sich so gar nicht mit dem sportlichen Defizit UND dem Arbeiten mit Kind arrangiert. Wenn man sich fragt, wer das ganze Sonnenlicht schluckt? Das sind die Ringe unter meinen Augen. Die werfen unbarmherzige Schatten.

Übergangsschuhe. Muss ich dieses Gejammere ausführen?

Und zu guter Letzt ein wenig Stolz, denn der Fußabtreter des Elfenbeinturms hat mich erst einmal in Hosen gesehen. Wer jetzt ein heiteres Bild vor dem inneren Auge hat, auf dem nackische Spargelbeine unterm Mantelsaum hervorblitzen, dem sei gesagt: anders. Statt Hosen dann halt Rock oder Kleid. I like.

Ende.

1 Kommentar:

  1. Hach, ich liebe deine Texte. Ich muss mich immer sehr kaputt lachen. Gerade drängte sich vor meinem inneren Auge ein Bild von Frau Kirsche mit 50er Jahre Kleid in einem rosa Koffer sitzend auf :-D
    LG

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