23. April 2013

Mir war ja auch kalt

Weil ja gestern so gut wie Sommer war, war ich heute, folgerichtig wäre ja Herbst, zu wenig warm gekleidet und litt an Dauerfrost. Woraufhin ich mich so gar nicht gewappnet fühlte für den erfrischenden viertelstündigen Gang zu Fuß vom Elfenbeinturm an den heimischen Herd. Schließlich pfiff der Wind sibirisch durchs Geäst.

Viertelstündig heißt doch, dass der Gang 15 Minuten dauert, oder? Nicht, dass jetzt einer denkt, ich ginge alle 15 Minuten ins Büro. Zurück zur Geschichte.

Ich ging also Richtung Bushaltestelle.

Und fror an der Fußgängerampel. Da kein Bus in Sicht war, hätte es sich aber auch nicht gelohnt, das Wagnis der Straßenüberquerung bei Rotlicht einzugehen, also fiel Wärme erzeugendes Marschieren weg.

Dann fror ich an der Bushaltestelle. Denn das Schicksal hatte meinen Gedankengang erraten und mich genau in dem Moment an der Haltestelle ankommen lassen, in dem dort für 10 Minuten kein Bus in meine Richtung kommt.

Nach 5 Minuten gab ich auf und stieg in den erstbesten Bus, der wenigstens bis da fuhr, wo ich in eine zielführende Linie hätte umsteigen können.

Am Umsteigepunkt lachte das Schicksal schon wieder hämisch in sein Fäustchen, denn dort kam dann erstmal auch kein Bus, der mich näher in Richtung Heimat gebracht hätte. Da ich an der Haltestelle stand, die Busse nach vornerum bei uns schickt, verpasste ich allerdings auch den ursprünglich geplanten Bus nach hintenrum bei uns. Aber nach 8 Minuten Frieren war das auch vorbei.

Die Busse nach vornerum bei uns brauchen ein wenig länger, da sie einen Umweg fahren. Aber das macht ja nichts, weil warm und außerdem hatte ich gestern Feedly installiert. Da war einiges zu organizen.

Fazit: vielleicht doch lieber mit den Armen schwingend marschieren, als immer mal wieder aber letztendlich auch für 15 Minuten frieren. Gemerkt für morgen, wenn der Logik zufolge Winter sein könnte. Aber ist ja April, da fallen die Jahreszeiten anders.

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