10. April 2013

Vesuv

Heutzutage geht man ja nicht mehr studieren, man heiratet macht einen Bachelor. Und dann einen Master. Alles ändert sich.

Und weil man gerade so schön dabei ist, alles zu veranglikanisieren, bereitet Wulfhild sich schon mal darauf vor, dass es auch im voruniversitären Umfeld zu lebensumwälzenden Änderungen kommen wird. Besser zu früh als zu spät, sag ich immer. Und sie hat meine Gene.

Man kennt das ja aus allen amerikanischen Serien und oder Spielfilmen. Eltern müssen irgendwann stellvertretend für ihre Kinder an wahnwitzigen Wissenschaftswettbewerben teilnehmen und aus ein wenig Watte und ein wenig Pappmaché ein Kernkraftwerk bauen. Hierzulande kennt man das nur an Weihnachten.

Wulfhild hat einen Vulkan gebaut. Ohne Watte und Pappmaché, sondern einzig und allein mit ihrer Nase. Ob sie als Grundlage den Vesuv oder den Mount St. Helens genommen hat, will sie mir nicht verraten, wohl aus Angst, dass ich abkupfere. Pffff.

Stellschrauben des Versuchs bisher:
  • Die Magma-Menge, die bei einem Ausbruch austritt
  • Der Lavatyp
  • Die Temperatur - und somit der Flüssigkeitsgrad - der Lava
    • und davon abhängig der Prozentsatz fester Bestandteile des Lavastroms
  • Die Art des Ausbruchs: effusiv oder ejektiv
    • und davon abhängig die Wucht des Ausbruchs
Die Liste ist sicher noch nicht endgültig.

Unsicher bin ich aber noch, ob die eruptiven Gase Teil des Vulkanprojekts sind. Deren chemische Zusammensetzung, Menge und Temperatur werden ja, gemeinhin bekannt, zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen gerne analysiert und man könnte meinen, dass der wulfhildsche Gasausstoß zur Zeit wissenschaftlichen Prinzipien unterliegt. Kann sein, muss aber nicht. Vielleicht ist es auch nur die normale Kunst des gepflegten Pupsens.

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