12. Mai 2013

12 von 12 Mai 2013

Muttertag.

Muttertag gehört in meiner Welt in einen Topf mit Vatertag (wir wanderten), Valentinstag (wir genossen Scones und ein gutes Buch) und dem Tag der Zahl Pi. Also total wichtig.

Da Wulfhild aber weder eine Maccaroni-Kette gebastelt, noch ein Aquarellbild eines Hasens gemalt hatte, ließ sie mich bis halb neun schlafen. Frühstück musste ich dann aber selber machen, da sie zu kurz ist, um auf der Arbeitsplatte das Brot zu schneiden, welches auf dem Kühlschrank in der Brotbox lagert und mit Marmelade beschmiert werden möchte, die auf dem obersten Kühlschrankregal liegt. Aber dafür hat sie so lange die Sonne angelächelt, bis diese zurück lächelte. Gutes Kind.


Nach dem Frühstück mussten einige Anwesende erstmal ein bisschen ruhen. Vielleicht sind sie aber auch ein altes Ehepaar und sitzen auf einer Bank unter einem Baum und erzählen sich Schwänke aus ihrer Jugend. Wer weiß das schon.


Derweil übte sich Wulfhild im produzieren geübten Chaoses. Hier ein Bild von vorher, denn da wir gestern Abend Besuch hatten, musste aufgeräumt werden. Und wer nach dem Gang des Kindes ins Bett aufräumt, der hat auch am nächsten Morgen noch davon. Für ca. 3 Sekunden.


Doch auch die tapferste Wulfhild wird irgendwann müde und hält Vormittagsschlaf, so dass ich um zehn schön zurück ins Bett schlüpfen und noch ein bisschen lesen konnte. Sonntage sind gute Tage.


Irgendwann trieb dann der Hunger die Erwachsenen wieder ins Frühstücksparadies, wo es Nusspli und Kaffee gab. Sonntage, gute Tage, ich erwähnte es.


Wir sind übrigens nicht oft die sonntäglich glückliche Familie, die alle Mahlzeiten gemeinsam einnimmt und fröhliche Tischgespräche führt. Zwar sitzen wir gemeinsam am Tisch, aber Mittagessen kurz vor 12 ist dann nicht das, was nach meinem Sonntagsfrühstück um kurz nach 11 schon so erstrebenswert wirkt. Außerdem waren es ja auch nur genug Nudelreste für eine Wulfhild.


Frisch gestärkt ging es auf Großwildjagd. Leider gewann das Flusspferd, so dass Wulfhild jetzt nur noch eine Hand hat.


Anschließend machten hier alle Anwesenden drei Stunden Mittagsschlaf. Sonntage, gut, siehe oben. Nach dem Mittagsschlaf begab ich mich denkerisch an das Rockprojekt, welches zur Zeit unter der Nähmaschine liegt. Ich werde Knopflöcher lernen. Hoffe ich.


Denken macht hungrig, also fing ich mal damit an, Frühlingszwiebeln zu schneiden. Dann ergab ein Blick in den Kühlschrank den Rest und es gab Spaghetti mit einer Sahne-Champignon-Speck-Zucchini-Sauce. I like.
Wulfhild hatte "Butterbrote und Salat" auf ihrem Menükärtchen stehen, aber ich denke, wer schon einmal ein U2-Kind beim Bewältigen einer Spaghettischlacht gesehen hat, der wird verstehen, warum wir manche Gerichte ohne sie planen. Außerdem hatte sie ja auch schon Nudeln.


Während ich so köchelte, ging der geek noch kurz mit Wulfhild um den Block. Müde machen nennt sich das. Er war erfolgreich.


Nach gemeinsamem Essen mit unterschiedlichenHauptspeisen ging das Kind ins Bett und schlummert seit 18:45 Uhr seelig vor sich hin.


Während ich hier tippe, beschäftigt der Geist sich schon voller Angst mit den Knopflöchern. Aber das wird schon, gell? So wird das gleich aussehen (Foto von vorgestern, aber gleiches Projekt). Ich muss nur noch den Küchentisch abwischen, die Nähmaschine aus dem Schrank kramen, die Anleitung besagter Maschine suchen und den Knopflochteil verstehen. Der Rest geht dann ganz schnell.


Und ihr so? Muttertagserdbeerkuchen gegessen? Mehr Tage wie immer gesammelt bei Caro.

Kommentare:

  1. Bei mir heute keine 12 von 12. Man muss auch mal was anderes machen. Zum Beispiel zum Gartenmarkt gehen., marrokanische Minze kaufen, einpflanzen und das Ganze NICHT fotografieren. Ich bin voll krass drauf heute...

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  2. ha, Knopflöcher kann ich. Da hast du mir nur den Reisverschluss voraus. ob wir uns die Projekte hin und her schicken sollten?
    Arme Wulfhild - dann wird das aber mit der MaccaronieKette nächstes Jahr auch nichts, so einhändig...

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  3. Oh ist das schön wenn die Kinder noch so klein sind und solange und viel schlafen. Meine beiden Lieben wollten mir unbedingt eine Freude machen und haben schon um 5.30 Uhr!! lautstark den Frühstückstisch gedeckt. Dabei hatte ich mir ausschlafen gewünscht.

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