17. Mai 2013

Ganz falsch. Nochmal von vorne.

Manchmal weiß man ja schon im Moment der Entscheidung, dass diese falsch ist.

Heute: Bus fahren statt nass werden. Falsch.

An der Haltestelle kommt erstmal lange nichts, was nichts schlimm ist, weil das "lang" ja nur lang ist, weil es regnet. Und die ganzen 4 Minuten habe ich immerhin gekonnt genutzt, um mich genau da hinzustellen, wo jeder normale Fahrer eines Gelenkbusses mit seiner mittleren Tür zum Stehen kommt.

Außer Busdriver from Hell.

Der parkt einfach mal 5 Meter früher, so dass ich ungeschickt um eine abgesperrte Großbaustelle manövrieren muss, bevor ich den Kinderwagen in den Bus bugsieren kann. Immerhin wartet Busdriver from Hell mit dem Schließen der Tür, bis ich im Bus bin. Man muss sich auch mal über die kleinen Dinge freuen.

Merke: im Bus drin sein heißt nicht geparkt, Bremse angezogen, sicheren Halt gesucht. Aber gut. Wenn meine Beine einen intimen Paartanz mit dem Einkaufstrolley einer Mitreisenden aufführen, dann haben schließlich alle was davon und ich habe die Welt zu einem bessern Ort gemacht.

Diverse schwungvoll genommene Kurven später löse ich langsam die Umklammerung des Kinderwagens und drücke den Haltewunschknopf.

Busdriver from Hell hält den Bus an. Wir stehen an der Haltestelle, ich übe mich im Freuen über die kleinen Dinge. Denn wir stehen auch mit der offenen Tür direkt am Laternenpfahl. Gottseidank kann ich unseren wendigen Buggy ebenso gut ein- und ausparken, wie den dicken Mercedes, in dem ich damals fahren lernte. Sehr schlau, Busdriver from Hell. Mit ihnen fahr ich nicht wieder. Da werde ich lieber nass.

Außer bei Gewitter, dann probier ich es nochmal.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen