9. Mai 2013

Null Komma Null Fünf

Meine Haare haben eine Dicke von 0,05. Die Maßeinheit weiß ich nicht, aber da ich immer noch die Tatsache an sich zu verdauen habe, dass jemand ungefragt die Dicke meiner Haare gemessen hat, ist das auch nicht schlimm.

Man soll ja nicht so aus dem Bauch heraus den erstbesten Frisörsalon betreten, der am Weg liegt. An diesem Tag, an dem man aufwacht und genau weiß, dass man keinen weiteren Tag mehr mit dem Urwald auf dem Kopf leben kann.

Fazit:

- Meine Haare sind 0,05 dingsbums dick und somit weder dick noch dünn.
- Meine Haare sind kürzer als vorher.
- Nur weil ich detailliert beschrieben habe, wie ich mir den Schnitt vorstelle, heißt das ja nicht, dass das auch so umgesetzt wird. Was verstehe ich schon von Kunst?
- Es gab Kaffee. Der war lecker.
- Haare wachsen ja von ganz alleine wieder nach.

Und jetzt trinke ich Alkohol.

Kommentare:

  1. Ha, du bist ja noch Anfängerin in lauten Peinlichkeiten ... soll ich dir mal was wirklich feines erzählen?

    Als ich vor langen langen Jahren nach der Insel Norderney zog und von der Sparkasse einen Umzug meines Kontos zur dortigen Filiale veranlasste, ging es richtig schön schief. Nach drei Wochen dort hatte ich mein Geld immer noch nicht - bis auf die Summe, die ich in bar mitnahm und dort eingezahlt hatte. Lohn war auch noch nicht da.
    Aber Hunger und Durst schon. Also musste ich hin und mal schauen, was sich tat. Ich hatte noch immer keine Kundenkarte, immer noch kein voll funktionsfähiges Konto, aber dafür wußte da schon jeder wer ich bin - kleine Orte haben Vorteile und die Arbeit im besten Hotel hilft auch. Was gar nicht hilft:

    Blondgelockte, schnurrbarttragende, sich selbst überschäztenden Jünglingsbänker ...
    Ich: Guten Morgen, ich wollte doch mal wissen, ob sich endlich, endlich etwas getan hat.
    Er: Ne, Geld ist noch nicht da.
    Ich: Aber Sie haben Kontakt aufgenommen, oder? Und Sie wissen, wieviel Geld kommt? Und dass ich weder in Bonn noch in Norderney da ran kommen kann - da muss ja so langsam mal was geschehen. Ich brauche Geld, ich muss ja auch mal wieder essen...
    Er: Ja, aber mehr als was auf dem Konto ist, kann ich Ihnen nicht geben.
    Ich: Wieviel ist denn jetzt noch drauf? Ich kann ja leider keine Kontoauszüge ausdrucken und bin mir nicht sicher, ob ich richtig gerechnet habe ...
    Er: ich kann schauen.
    Ich: Das wäre ja zu entzückend.

    Da rennt der Kerl los zu einem großen Aktenhängeschrank hinter seinem Schalter, wühlt daran, brüllt zu mir rüber: Sind Sie Frau Huber?

    Alles, alles guckt und es sind viele Leute da.

    Ich: ähm, ja, haben wir schon drüber gesprochen. Vor 10 Sekunden ...

    Er: Ok. Pause. Brüllt durch den Schalterraum: SIND NOCH 152;- DM - DA KOMMEN SIE JA NICHT WEIT MIT!!!

    Das nenne ich peinlich. ;-) Kam mir wie eine Bettlerin vor ...

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  2. Ohje ... so schlimm? Ich lebe grade auch mit Urwald auf dem Kopf, denn ich traue mich nicht nach dem Umzug genau diesen Schritt zu tun ... spontan zu einem der mir unbekannten Frisöre herein zu stolpern ... wahrscheinlich doch noch mal zum alten bekannten - aber da ist das mit dem Termin nicht mehr so einfach zu realisieren ... hach, man ist da aber auch sooo ausgeliefert ... ärgerlich sowas.
    Liebe Grüße vom Winterkind

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  3. Au weia, Friseurbesuche haben's manchmal echt in sich. Andereseits: so ein Gläschen ist ja nie verkehrt! Ich wünsche dann demnächst mal ein Photo!
    Bisou!

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