14. Juni 2013

Bildungsangina

In Anlehnung an Nessys Bildungsbandscheibe habe ich dem Kind mal einen Namen gegeben, denn siehe da: Kranksein bildet.

Seit heute morgen weiß ich nämlich, warum in amerikanischen Fernsehserien so unvorstellbare Mengen an Kissen in Betten liegen. Ach, was sag ich liegen, drapiert sind. Warum? Warum liegen da so viele Kissen, da passen doch keine Menschen mehr rein? So meine bisherige Reaktion auf diese Bilder.

Von heute an: Ach, die armen Leute, die haben schlimmen Husten. Denn siehe da: im Liegen lebt es sich gar schlecht. Kaum bette ich mein müdes Haupt ermattet auf die Sofalehne und strecke die müden Glieder aus, erbebt der Rest des Körpers in krampfhaftem Bellen. Bin ich im Anschluss an diese Protestbewegung der Atemwege wieder zu Atem gekommen, habe den Beckenboden vom Parkett und die Tränen aus den Augenwinkeln gewischt, versuche ich das ganze noch einmal in sitzender Haltung. Das geht dann. Aber wer schläft schon gerne halb sitzend? Niemand.

Im Bett habe ich mir inzwischen aus allen in der Wohnung befindlichen Kissen eine Bettenburg errichtet, anders kann man das nicht nennen. Und in dieser Bettenburg throne ich wie die Prinzessin auf der Erbse und genieße es, mal für zehn Minuten die Augen schließen zu können, ohne dass ein Beben das Bettgestell wackeln lässt.

Leider rutsche ich spätestens nach einer halben Stunde auf den horizontalen Boden der Tatsachen zurück und wecke mich durch gezieltes Husten selber auf. Aber das nehme ich mal positiv zur Kenntnis, denn wer viel trinkt, muss auch viel wohin. Sie wissen schon.


1 Kommentar:

  1. Klingt übel, und jetzt, wo der Sommer endlich halbwegs da ist, ist Kranksein doppelt doof...
    Gute Besserung!

    AntwortenLöschen