17. Juni 2013

Diagnose

Es ist amtlich. Ich leide gar nicht an lebensbedrohlichem, todbringendem Männerhusten, ich habe Etagenwechsel.

Weil der Kollege von Dr. Andy vorgeschlagen hatte, dass ich doch vielleicht den Montagnachmittag auch mal in der Kinderspielecke des Wartezimmers verbringen könnte, wenn mir der Husten dann immer noch Gesellschaft leistet, war ich heute da. Und weil Dr. Andy auch da war, geht es mir schlagartig besser. Solche Ärzte lob ich mir.

Der lebensbedrohliche weil keiner mehr schlafen kann, todbringende weil siehe vorher Männerhusten ist gar kein solcher mehr, sondern nur noch ein gereizter Gast, der sein Aufenthaltsrecht bis auf letzte Minütchen auskostet. Dem Körper macht es anscheinend einfach Spaß, zu husten. Also ignoriere ich das jetzt, bis es ihm langweilig wird und er von alleine aufhört. Wie Kindererziehung.

Dummerweise hab ich jetzt Etagenwechsel gegoogelt und stelle fest: mir gefällt Dr. Andys beruhigende Erläuterung, in der jetzt schon alles wieder gut ist, viel besser finde, als die nüchterne Erklärung von Dr. Google, bei der man am Ende mit einer Lungenentzündung auf der Intensivstation liegt. Also merke wieder: nicht verzagen, nicht Dr. Google fragen. Weiß man ja, aber manchmal vergisst man es kurz.

Morgen dann also wieder blabla über das sommerliche Wetter.

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