12. August 2013

12 von 12 August 2013

Heute ist halt Montag, gell? Und was läge montags näher, als in der Nacht davor vom Kindelein viermal aus dem Bett gebrüllt zu werden, damit man dem Erfinder des Concealers einen Altar bauen kann? Richtig. Nichts.

Doch fangen wir vorne an. Sehr früh vorne. Viel zu früh.


Da sich Mr. Goldfinger heute morgen noch im Autokrankenhaus befand, musste der ÖPNV unseren Wunsch nach Ortsveränderung erfüllen. Und damit man in absehbarer Zeit von A nach B kommt, wurde das Kind in den Rucksack gesteckt. Gut, dass sie nicht nur Spargelbeine, sondern auch Spargelallesandere hat. Das schaff ich morgens noch.


Im Büro wurde der Müdigkeit per Kaffee der Kampf angesagt. Was soll ich sagen: ich verlor. Auf ganzer Linie. Eventuell wie Tastaturabdrücke aussehende Abdrücke auf meiner Stirn stammen eventuell von einer Tastatur. Kann aber auch ein komischer Schminkkurs gewesen sein. Manche Geheimnisse soll Frau ja für sich behalten.


Nachdem der Sektionschef in meinem Teil des Elfenbeinturms mir eröffnet hatte, dass ich demnächst das Büro wechseln würde, schauten wir uns jenes an. Und was soll ich sagen: es gibt auch Vorteile. Wenn ich vor 7 da bin, kann ich eventuell vor der Tür parken. Der Rest: hm. Ich nehme es hin, denn was bleibt mir anderes übrig. Aber ich freue mich auf den ersten Arbeitstag der Kollegin, die gerade in Urlaub ist und auch zwangsversetzt wird. Vielleicht verkaufe ich da jetzt schon Zuschauertickets. Die werden auf dem Schwarzmarkt horrenden Gewinn erwirtschaften.


Andere nennen es Mittagspause, ich nenne es Feierabend. Es reichte mir aber auch, im wahrsten Sinne des Wortes. Mein neues Zimmer hat übrigens noch keine Möbel. Es sind aber sicher noch Restbestände aufzutreiben. Aus den 60ern oder so, das ist ja jetzt wieder in.


Statt nach Hause hieß es aber erstmal per ÖPNV in Richtung Autokrankenhaus, den kleinen Racker abholen. Jetzt schnurrt er wieder. Was so ein paar neue Zündkerzen doch ausmachen. Unser ÖPNV geht übrigens gerade beim Mainzer Stellwerk in Lehre. Aufgrund der lächerlich dünnen Personaldecke des hohen Krankenstandes fallen nämlich täglich reihenweise Busse aus. Meine sind zum Glück noch nicht betroffen. Aber ich gehe ja auch meist zu Fuß.


Und wo der Kofferraum mit seinen endlosen Weiten wieder zur Verfügung stand, konnten Wulhilld und ich direkt mal das nötigste zum Leben kaufen. Für sie sind das Waffeln und Weintrauben, für mich ist das Milch für den Kaffee. Siehe oben, unter Kampf der Müdigkeit.


Zuhause feilte ich an dem Plan, wie ich das neue Spielzeug möglichst schnell seiner Batterie berauben, Ersatzbatterien weltweit ausrotten und dann sang- und klanglos eine Räumungsklage umsetzen könnte. Für Vorschläge bin ich da noch offen.


Pläneschmieden macht müde, Spielen sowieso. Also machten Wulfhild und ich wohlverdienten Nachmittagsschlaf.


Was ja immer geht, ist Wäsche abhängen. Bei uns ist die "rote Wäsche" sehr beliebt und wird entgegen landläufiger Erwartungen gleichmäßig von allen drei Bewohnern gefüllt. Zu gleichen Teilen. Die bunten Streifen vorne sind übrigens Teil der Zalando-Bestellung.


Zum Abendbrot gab es auch Wurst. Und Brot. Und Gewürzgurken, Wulfhild präferiert Chili-Gurken. Meinetwegen.


Und wenn sie nicht vor Müdigkeit auf der Tastatur eingeschlafen ist, dann schneidet sie gleich das Kleid zu, welches am Samstag zu nähen ist. Gute Nacht.


Das war er, der Montag. Und wer wissen möchte, wie die Montage anderer Leute so aussehen, der kann mal bei Caro gucken. Viel Spaß.

1 Kommentar:

  1. Mensch da hast du heute aber echt was hinter dir!
    Hoffe, du sitzt jetzt schön gemütlich und entspannst dich ?!?
    Und jaa, ich kenne das Problem mit diesem Batterien Spielzeug aahrg.
    :-)
    Susanne

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