14. August 2013

Karrierewege

Wulfhild wird mal Manager. Topmanager, um genau zu sein. Eventuell muss sie da noch das ein oder andere Diplömchen Masterchen für machen müssen, wie der Student so schön sagt, aber das sind nur Formalitäten. Das wirklich wichtige Handwerkszeug hat sie nämlich schon drauf.

1. Zuckerbrot und Peitsche
Egal was sie angestellt hat, sie setzt schamlos auf folgendes: Das Grinsen. Oder das Daumennuckeln. Oder die Postschlaffrisur, die Ähnlichkeit mit dem hat, was ich bei einem Finger-Steckdosen-Incident erwarten würde. Da kann ich doch nicht böse sein und stehe gerne weiter jede Nacht fünfmal auf.

2. Reicht der Mitarbeiter den kleinen Finger, nimmt man am besten die ganze Hand
Sie bittet um Überstunden. Ich gönne ihr das Vorlesen eines Buchs. EINES Buchs, wir sind uns handelseinig. Buch aus, zugeklappt. Hundeblick mit Daumennuckeln. Aber schau mal, Mama, das eine Buch war ja nett, aber vielleicht noch eins? Das geht auch ganz schnell. Und dann wieder siehe 1.

3. Die Betriebliche Übung
Unter einer betrieblichen Übung versteht man die regelmäßige Wiederholung bestimmter gleichförmiger Verhaltensweisen der Arbeitgeberin (Wulfhild), aufgrund deren die Arbeitnehmerin (Cati Basmati) darauf vertrauen kann, dass ihr eine bestimmte Vergünstigung (Durchschlafen) auf Dauer gewährt werden soll. Siehe z. B. hier. Und damit ich ja nicht auf die Idee komme, dass Schlaf mit weniger als 4 Unterbrechungen irgendwann wieder zur Regel wird, achtet die Arbeitgeberin hier penibel darauf, dass sie nicht mehr als zwei Nächte versehentlich besser schläft. Dann fehlt es an einer notwendigen „Gleichförmigkeit“ der Vergünstigung.

Gut zu wissen, dass ich mir um ihre Zukunft keine Sorgen machen muss.

Kommentare:

  1. Haha... wie gut ich das kenne! Nur mit dem Schlafen klappt es mittlerweilen etwas besser. Aber gut, dass du dir um die Zukunft deines Kindes keine Sorgen machen brauchst und gut, dass sie schon so früh genau weiß was sie will.

    Viel Kraft sendet dir Jenny

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  2. Genau, rosige Aussichten. Und das mit der Fürsorglichkeit für die Mitarbeiter_innen kommt auch noch! Ganz bestimmt! ;-) lieben Gruß Anna

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  3. Seeeehr lustig, da bei Euch zu Hause!

    Ich habe Dein Blog gestern erst entdeckt und mich schon sehr amüsiert.

    Meine Tochter, die das Frühaufstehen am WE quasi erfunden hatte (sonntags nach 6:00 Uhr aufstehen? Warum?), schläft heute mit fast 20 Jahren bis mittags und ich schleiche auf Zehenspitzen durchs Haus!

    Es wird, ganz sicher!!! Und bis dahin hilft nur Durchhalten!

    Liebe Grüße,

    Gaby

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