24. September 2013

Schneller als die Polizei erlaubt

Die Online-Fahrplanauskunft des kaiserstädtischen ÖPNV versprach heute hoch und heilig, mich in nur 59 Minuten vom heimischen Herd zum Autofritzen zu bringen, damit ich dort für teuer Geld den guten Mr. Goldfinger nebst neuer TÜV-Plakette und Gasanlageninspektion auslösen könnte. Kein verlockendes Angebot, aber das einzige, also nahm ich an.

Bepackt mit dem E-Book-Reader, einem richtigen Buch, der aktuellen Essen&Trinken, einer Flasche Wasser und einer Banane für den Fall der Fälle machte ich mich auf den Weg. Erster Zwischenstopp: ein Mittagessen mit Ich von Ich und ich. Wenn wir schon nicht mehr gemeinsam in die Bretansch fahren, können wir ja wenigstens Reiberdatschi essen, richtig?

Mit gut gefülltem Magen machte ich mich dann auf den langen und beschwerlichen Weg in die nördliche Provinz.

Und siehe da: wenn man den Algorithmus der Suchmaschine so verändert, dass der Zug überpünktlich ist und man dank fundierter Bahnhofskenntnisse den Weg vom Sitzplatz zur Bushaltestelle auf ein Minimum reduzieren kann, dann steht mit abfahrbereit laufendem Motor der Bus parat, der nur einmal pro Stunde fährt, aber dafür bis vor den Schraubenschlüssel des Autofuzzis.

Und siehe noch weiter da: es geht auch in 35 Minuten. Da sind die Kalorien der Reiberdatschi natürlich schon rausgerechnet. Machte mich aber trotzdem über 200 Schekel ärmer. Also doch nur ein halber Erfolg.

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