9. Oktober 2013

In der Not frisst der Teufel Fliegen

Morgens im Bus zur Arbeit reagiere ich noch ein wenig allergischer als sonst auf telefonierende Busfahrer. Denn wenn ich schon zur Arbeit fahren muss, dann möchte ich wenigstens sicher und wohlbehalten dort ankommen können.

Gestern stellte ich fest, dass ich noch viel allergischer als sonst auf telefonierende Busfahrer im morgendlichen Berufsverkehr reagiere, wenn ich nicht verstehe, was da so gesprochen wird. Nehmen wir mal ganz hypothetisch an, es würde wie ein türkisches Streitgespräch zwischen langjährig Verliebten klingen, so als würde er IMMER die Socken VOR der Wäschetonne liegen lassen. IMMER. Dann bringt mich das auf die Palme und ich marschiere los, mich beschweren.

Und nun merke, Busfahrer mit Handy am Ohr: Deine einzige Rettung ist das Ende des Gesprächs und eine überraschender Stop genau zwischen zwei Haltestellen, da wo nicht einmal eine Ampel auf Rot umspringt, geschweige denn steht. Dann müssen sich die vorderen Türflügel öffnen, Dein vermeintlicher Cousin muss aus dem Kiosk heraus und in den Bus hinein springen und Dir den gerade per Telefon bestellten einen Kaffee reichen. Bedanken nicht vergessen und winkend weiterfahren.

Nur dann habe ich Verständnis. Und finde Dich auf einmal auch ein bisschen sympathisch.

1 Kommentar:

  1. *lach* das sind ja richtg italienische Verhältnisse, da lernte ich das auch so kennen. Netterweise haben die Busfahrer nach einiger Zeit auch für mich unterwegs angehalten und mich zwischen zwei Haltestellen einsteigen lassen. Das fand ich schon sehr toll und plane seitdem eine eigene Post-Serie über Busfahren in Rom :-)

    Liebe Grüße,
    Stefanie

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