30. Oktober 2013

Never ever

Ich habe noch nie meinen Schlüssel verloren. Weder den Haustürschlüssel meiner Eltern, noch den meiner Gastfamilie in Florida, noch den zu einer meiner sechs weiteren Wohnungen. Auch nicht die zur Sicherheit oder zum Blumengießen überlassenen Schlüssel anderer Leute oder den vom schönsten Dom der Kaiserstadt. Ich habe sogar noch den Fahrradschlossschlüssel, dessen Fahrrad ich mal bei einem Umzug der Einfachheit halber im Hof der alten Wohnung stehen ließ.

Doch Paranoia steckt an.

Diverse Kolleginnen haben es geschafft, dass ich die fünf Büroschlüssel - Gebäude- und Bürotür altes Büro plus Gebäude- und Bürotür des dungeon plus Rollboyschlüssel - an einen separaten Schlüsselbund gefriemelt habe, um im Fall der Fälle eben nur meinen Bund Privatschlüssel zu verlieren. Dass ich den Büroschlüsselbund auch individuell verlieren könnte oder in meiner Handtasche wenn dann beide verlieren würde entzog sich jeglicher schlüssiger Argumentation. Auch hatte ich noch so einen schönen ungenutzten Schlüsselanhänger aus Boston, der gerne mal wieder das Tageslicht sehen wollte.

Seitdem vergesse ich meinen Büroschlüssel beinahe jeden Tag, so dass ich Wulfhild erst drei Stockwerke nach unten trage, mir dann die Hand vor die Stirn knalle, Wulfhild die drei Stockwerke wieder nach oben trage, den Büroschlüssel in die aktuelle Tasche stecke und dann alle Schlüssel, Wulfhild und mein Pausenbrot endgültig nach unten trage.

Warum das jetzt besser sein soll als vorher, verschließt sich mir noch.

Kommentare:

  1. Das gleiche Spiel habe ich auch schon mitgemacht - angetriggert von der Kollegenbemerkung, dass ich meinen Riesenschlüsselbund doch nicht immer mit durchs Gebäude schleifen soll. Leider schleifte ich dann gar nichts, weil ich ihn gerne vergessenverlorenverschludert habe. Die zwei Kilo Metall an einem Bund können wenigstens nicht verloren gehen!
    LG von Sabine

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  2. Na, die Vorteile liegen doch auf der Hand:
    Mehr Bewegung (Treppensteigen soll ja einen knackigen Po machen, hab ich mal gelesen)
    und: dein schöner Shlüsselanhänger aus Boston bekommt jeden Tag die gebührende Aufmerksamkeit
    ;-)

    Grüße,
    naehfreundin
    (die 1x/Woche an einem anderen Ort arbeitet, wofür sie einen RIESENgroßen Spezialschlüssel hat, der aber so groß ist, dass er nicht an den Schlüsselbund darf, weswegen er meistens zuhause am Schlüsselbrett bleibt. Auch an den Tagen, wo arbeiten am anderen Ort angesagt ist. Zum Glück gibt es dort einen seeeeehr netten Pförtner, der mich deswegen jetzt schon persönlich kennt, und mir ohne mit der Wimper zu zucken mehrfach im Monat seinen Generalschlüssel überlässt.)

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