11. Oktober 2013

Schnuppes

Heute morgen um vier Uhr dachte ich ja, dass es eine gute Idee wäre, das in unserem Bett havarierte Containerschiff, prallgefüllt mit hochgiftiger Atommüllschlacke und leider um die Nase herum extrem undicht, zurück ins Kinderzimmer zu verfrachten. Aber ich fand, dass ich jetzt auch mal das Recht auf Schlaf hätte, anstatt mir im Minutentakt schlackernde Kleinkindkörperteile an den Kopf hauen zu lassen. Ab wann hört dieses Stakkato eigentlich auf? Mit dem Abitur oder schon früher?

Auf jeden Fall hab ich mir jetzt mal mit rotem Signalstift eine Notiz geschrieben: Meine romantische Vorstellung vom kranken Kind, das sich dankbar an mich kuschelt und in einen gesundheitsfördernden Schlaf fällt, ist weit weg von der Realität. Weit weg.

Darunter hab ich die Zeiten notiert, zu denen ich danach, bis um halb sieben mein Wecker sowieso klingelte, aufstehen musste, um dem wimmerndem Kind den Schnodder aus dem Gesicht zu wischen. Damit mich dann dieser Halbstundentakt abschließend vom Traum der kinderreichen Familie kuriert.

Zum Glück bin ich sicher bald selber erkältet. Dann muss sie mich pflegen. Richtig?

1 Kommentar:

  1. Liebe Frau Basmati,
    am Ende wird alles gut (und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch nicht das Ende....) und ja es wird nioch vor dem Abitur besser. Der Göga pflegte zu sagen, dass mit dem ersten Freund die nächtlichen Besuche spätestens enden und er hatte recht. Sollte die Großfamilie dennoch in Planung sein rate ich zu zusätzlichen Matratzen unter dem eigenen Bett und einer entsprechender Menge an Bettdecken um ausweichen zu können, Sie sehen ich spreche aus Erfahrung.
    Bei der Sache mit der Pflege muss ich Sie leider enttäuschen, es sei denn es handelt sich um auschliesslich logistische Tätigkeiten......Sorry

    Da das Hemdblusenkleid keine Knöpfe bekommt, vermute ich, dass die fehlenden Nachtstunden in einer Tagesschicht nachgeholt wurden. ;))))) und das ist doch auch was.
    Liebe Grüße
    die Abschneiderin

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