24. Oktober 2013

Und morgen retten wir den Regenwald

Wir bekommen bald wöchentlich eine Biokiste. Und das liegt nicht daran, dass ich Wulfhild per Biogemüse einen gewissen Strahlenschutz einflößen möchte, sondern daran, dass ich die Idee sehr bequem finde, dass mir jemand wöchentlich Obst und Gemüse mehr oder weniger nach Hause liefert. Mehr oder weniger, weil bei uns tagsüber keiner da ist, der dem Biokistenmann die Türe öffnen könnte, und das Ablegen vor der Haustür mitten in der Stadt ja keine wirkliche Alternative darstellt. Eine geleerte Kiste auf der Haustreppe ist schließlich nicht das, was ich mir so für meine Küche vorstelle. Also wird ins Kinderbüro geliefert, denn dann teilen wir uns sogar mit der Tagesmutter die Versandgebühren. Winwin.

Aber vor die Lieferung hat Gott bekanntlich die Bestellung gesetzt.

Ich setzte also Wulfhild in Mr. Goldfinger und düste gen Gut Paulinenwäldchen. Auf dem Weg erklärte ich ihr, dass wir nun zum Bauer fahren, einkaufen. Ihr Lieblingsbauer ist Bauer Franz, der seinen Hut verloren hat und diesen mit seinen Tieren gemeinsam sucht. Also konnte sie sich grob etwas darunter vorstellen. Sehr grob.

FANZ! Ja, wir fahren zu Bauer Franz. Wir gehen dort einkaufen. EINKAUFEN! Ja genau. FANZ! SCHFEIN! Ja, da ist sicher auch das Schwein. Das hilft ja auch Suchen. SCHFEIN! und so weiter...

Leider haben wir gestern gelernt, dass der Hofladen mittwochsnachmittags geschlossen ist. Und der Rückweg 7 km lang. Sehr lang.

Ojee, Wulfhild, der Bauer ist nicht da. Jetzt können wir gar nicht einkaufen. Die Tür ist zu. Wie schade.

FANZ!
WEG!
BAUER!
TSU!
BAUER WEG!
TSU!
FANZ!

Ein bisschen kam dann übrigens mein Garnichtbio-Innerstes aber doch nach außen, als ich auf dem Absatz kehrt machte, das Kind die Eingangsstufen hinunterführte und sagte: "Na komm, dann fahren wir jetzt zum Aldi."

Hoffentlich hat's keiner gehört.

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