12. November 2013

12 von 12 November 2013

Was ist man im November? Richtig, krank. Also richtig krank, sozusagen. Und das ist nicht nur doof, sondern besonders doof, wenn man einen dicken Babybauch vor sich herträgt, denn dann steht man wie ein Kind vor'm Bonbonladen vor der Apotheke und das Wasser läuft einem im Mund zusammen und man würde sofort gerne alles haben, was in diesem Laden ist, doch Mama sagt NEIN. Also krankgeschrieben auf der Couch liegen, Thymiantee trinken, Kamillentee inhalieren, Meerwasserspray versprühen und hoffen, dass alles hübsch oben in den Nebenhöhlen bleibt und sich nicht Richtung Bronchien aufmacht. Das wäre nämlich doof.

Ach, ich hatte noch nicht offiziell erwähnt, dass da ein dicker Babybauch ist? Man könnte mich also glatt subtil nennen.

Ich präsentiere also: ein Dienstag im Leben einer kranken, schwangeren Mutter. Juchhe.

Zur Begrüßung gab es Tee. Der war zwar zeitlich nicht passend, weil ich seit 4 Uhr wach und röchelnd im Bett lag, aber es war ja auch schon 6 Uhr.


Dann hieß es, Wulfhild ins Kinderbüro zu fahren, damit wenigstens bis halb drei Ruhe herrschen würde.


Im Wartezimmer bei Dr. Andy war nicht viel los, ich war ein wenig erstaunt. Ihn hingegen erstaunte, dass ich in der 18. Woche bin und er das noch nicht weiß. Entschuldigen Sie bitte, beim nächsten Mal rufe ich erst Sie an, dann sag ich es dem geek und dann den Großeltern. Versprochen.


So sieht mein Universum in den nächsten Tagen aus. Es fehtl das Inhaliertöpfchen, aber dafür ist ja auch die Teetasse leer.


Zum Glück und dank der Biokiste war noch Eintopf übrig, den ich geschickt unter einem hauchdünnen Schichtchen leckeren Reibekäses verbarg.


Ein Dienstag ist aber echt schlecht für einen Gesund- und Schönheitsschlaf, denn zusätzlich zur Post, dem Briefdienst und sonst einem Klingler klingeln dienstags die Müllmänner einmal zum Tonnen rausholen und dann noch einmal zum Tonnen reinholen. Verloren hat, wer zuhause ist. Heute ich.


Am Nachmittag mit Wulfhild im Schlepptau Richtung Apotheke getapert - denn Paracetamol geht - und bei der Gelegenheit direkt abgelaufene Medikamente entsorgt. Jetzt brauchen wir doch keinen größeren Medizinschrank zu kaufen.


Spaziergänge verkürzen außerdem geschickt die Zeit, in denen man dem Energiebündel schutzlos ausgeliefert ist. Denn kurz nach unserer Ankunft im heimischen Heim kam der geek nach Hause und kümmerte sich um die Werksausbildung der jungen Handwerkerin.


Zum Abendbrot gab es einen neue Liebe: Winzerbrot. Ein Mischbrot mit Oliven und jeder Menge Mmmmmmm.


Zum Nachtisch, Ihr dürft raten: richtig, Kamille inhalieren und Thymian trinken. Soll ja gesund sein.


Und bevor gleich Mr. White zu Besuch kommt, schnell noch die Kindertermine planen und....


... eine neue Mütze für das kranke Haupt planen. Besser ist das.


Morgen geht es hoffentlich bergauf.

Langweilig, gell? Dann schnell schauen, ob sich bei Caro unterhaltsamere Dienstage tummeln.

Kommentare:

  1. Achherje, wie gut kann ich dir deinen Tag heute nachfühlen... wir hatten nämlich was gemeinsam... der Babybauch ist's aber nicht ;) Dazu lasse ich meine allerherzlichsten Glückwünsche da... und husche brav wieder ins Bett :)

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  2. Alles Gute ! Und gute Besserung ! (...bin ich froh, dass ich mit mehr als Thymian und Meerwassernasenspray arbeiten darf...)

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  3. Oooh, wie schön... Thymiantee!
    Nee, falsch. Ooooh, wie schön... Babybauch!!!! ;)
    Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!! Natürlich auch für diese verxxxxxxxxxxxxxxte Erkältung!!

    Viele Grüße von
    Britta

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