17. Dezember 2013

Man soll die Nacht nicht vor der Dämmerung loben

Kaum lobt man sich selbst das Kind, tut es etwas unschönes um zu beweisen, dass es gar nicht so gut ist. It's all about impressions.

Kurz nach dem TSCHÜSS! Intermezzo gab es wieder Geweine mit Drama, welches sich aber wie gewohnt direkt legte, als jemand zum Spielen ins Zimmer kam. Aber irgendwas war doch anders. Wir sind also mal ins Wohnzizmmer gegangen um zu gucken, ob die Vögelchen auch schlafen. Taten sie. Dann haben wir geguckt, wo man kurz zuvor noch mit Charlottekarotte gespielt hatte. Auf dem Teppich. Meine Blase drohte zu platzen, deswegen schlug ich vor, mal zu gucken ob das Töpfchen auch schläft. Man befand das für eine gute Idee.

Wir gingen also ins Bad, ich setzte Wulfhild auf den Duschvorleger und mich selbst auf den Thron. Das Töpfchen schlief tatsächlich. Ich weiß nicht, ob das der Auslöser war, aber Wulfhild fing hollywoodstyle an zu weinen und erbrach sich. Ich war schneller und hielt sie über das Waschbecken. Thank God for reflexes.

Eine Stunde später hatte es so weit aufgehört, dass wir in meine Bettdecke gehüllt auf der Couch sitzen konnten, das Kindelein den Kopf beinahe an mich gelehnt. Sie brauchte sich ja nicht anzulehnen, weil sie ja gar nicht müde war. Gar nicht. Nach 10 Minuten Powernapping war sie wieder fit, ich hingegen weniger. Zwei Stunden später war sie immer noch fit, ich noch weniger. Thank God for Gitterbettchen.

Heute ist so ein Tag, auf den ich auch verzichten könnte. Wir haben zwar alle am Vormittag nochmal drei Stunden geschlafen, aber so ganz das Wahre ist das ja auch nicht. Und die Babykugel fand die Nacht auch eher unerquicklich. Und wieso postet mitten in der Nacht so gut wie niemand, so dass der Feed Reader so schnell ausgelesen ist? Und wieso habe ich kein Tablet, wenn ich schon nachts auf der Couch heimlich surfen muss? Fragen über Fragen, so kurz vor Weihnachten.

Dies ist keine Beschwerde, weil das erst das zweite Mal in zwei Jahren ist. Aber ein wenig Mitleid würde ich schon nehmen.

1 Kommentar:

  1. Liebe Frau Basmati,
    Sie haben voll und ganz mein Mitleid. Nichts ist schlimmer als Schlafentzug, jedenfalls für mich.....und da bin ich froh, dass solche Nächte nur ganz selten sind und auch immer seltener werden. Halten Sie durch!
    Liebe Grüße und gute Besserung, sowie genug Abwehrkräfte wünscht die Abschneiderin

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