15. Dezember 2013

Männer, die mal wieder zum Frisör müssten

Was ich ja gar nicht leiden kann, sind Männer mit langen Haaren. Die dann womöglich auch noch wild und ungekämmt herumhängen. Der geek kommt mir mit seiner Millimeterfrisur da sehr entgegen, selbst im Winter, wenn der wärmende Pelz drei Millimeter länger ist.

Umso erstaunlicher, dass ich am Tag nach dem Tag der Tage, also der Veröffentlichung des zweiten Teils der Hobbit-Trilogie Smaugs Einöde, mit 3D-Brille im Kino saß und mir viele Männer mit langen, ungekämmten Haaren angeschaut habe.

Würde ich es wieder tun? Ja. Würde ich. Jederzeit. Auch wenn Legolas wieder mitspielen durfte und ich im Allgemeinen meine, dass 3D nicht jedem Film gut tut. Aber man ist kompromissbereit. Und das obwohl der schönne Zwergen-Fifi Kili nicht so oft in Großaufnahme zu sehen ist, wie ich mir das gewünscht hätte. Dafür gibt es mit dem Menschen Bard eine im wahrsten Sinne hübsche Erweiterung der bisherigen Hobbitschen Flora und Fauna.

Gut zusammengefasst haben den Film und sein Gelingen sowohl spiegel-online, was ich zunächst ungläubig als Vorbote des Schreckens zur Kenntnis nahm, im Nachhinein dann aber als Ausrutscher unseres Antipoden-Verhältnisses in Bezug auf Filmkritik betrachte, als auch Filmstarts, die das aber immer ganz in meinem Sinne tun. Wer also vor dem Gucken erst noch Lesen möchte: nur zu.

Gewonnen im Bereich lustigstes Kritikerzitat hat übrigens überraschenderweise Andreas Borcholte auf Spiegel-Online:
...die komplexe Gesellschaftsstruktur von Mittelerde: Ganz oben die aristokratischen, unsterblichen Elben mit ihrer Isolationshaltung, unten die erzkapitalistischen Zwerge mit ihrer Sehnsucht nach alter, durch Gold und Reichtum abgesicherte Größe, dazwischen die Menschenreiche, vorindustriell und prädemokratisch, aber zunehmend unzufrieden mit den feudalistischen Herrschern. Und, klar, die öko-bewussten Hippie-Hobbits aus dem Auenland gibt's auch noch.

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