23. Juni 2014

Lange Tage, kurze Nächte

Sie kommen zwischen acht und neun und klingeln pünktlich um Viertel nach neun. Dann passiert erstmal nichts, weil ein Zigarettenpäuschen gemacht wird. Und weil die neben dem in zweiter Reihe parkenden Lieferwagen mit Hänger stattfindet, kann gleich der ein oder andere Verkehrsteilnehmer angepöbelt werden, der diesen Umstand hupend moniert. Dann wird gestaubt, gebohrt, gehämmert und gestemmt und schwuppdiwupp: wir haben neue Fenster.

Handwerker sind so vorhersehbar.

Die Freude über die neuen, tatsächlich winddichten Fenster wurde kurz von der Überlegung getrübt, dass es vielleicht ungünstig gewesen sein könnte, die Verdunkelung am Kinderzimmerfenster jetzt abbauen zu müssen, wo die Tage so schön spät aufhören und dafür umso früher anfangen. Wir werden sehen.

Viel länger als das Entfernen der alten und das Einbauen der neuen Fenster dauert übrigens das Quittwerden des feinen weißen Staubs, der sich flächendeckend über dem gesamten Castle Grayskull niedergelassen hat. Überall. Auf jeder Fläche. Und in jeder Ritze. Und dazwischen und darauf auch. Überall.

Am tragischten ist aber, dass sie morgen wiederkommen, um das letzte Fenster im Schlafzimmer zu tauschen. Ob ich die Türen in die anderen Zimmer hermetisch abriegeln kann?

Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden.

1 Kommentar:

  1. Ich würde die Türen zukleben, Folie und Malerkrepp, sicher ist sicher... Nur wo haltet ihr euch dann auf??

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