27. Januar 2015

Wellnessoase

Diese blauen Badezimmerfliesen aus den Sechzigern oder Siebzigern sind bekannt, oder? Leicht marmoriert? Gut. Die haben wir nämlich im Bad. An sich ist das nett, so habe ich ein Zimmer, das ich den Ocean Room nennen kann. Und da es noch ein Bad gibt, bin ich nicht nur dem blauen Glück ausgeliefert, sondern kann auch mal in schlichtem Weiß dem Wellness fröhnen.

Aber wie das Leben so spielt sind wir ja Menschen, die den Dingen gerne einen Namen geben. Siehe der alte Sack Mr. Goldfinger. Oder Josef und Maria. Oder Oma unten und Oma Erna. Wobei man da am Ende aufpassen musste, wo im Haus man sich befand, denn nachdem Oma Erna eingezogen war, war Oma unten eigentlich Oma ganz unten, während Oma Erna im Erdgeschoss die Oma unten war. Das ist ähnlich wie Situationskomik.

Weil manche von uns aber jetzt noch nicht so gut Englisch sprechen, nennen wir den Ocean Room auch gerne Das kleine Bad. Da versteht Wulfhild direkt was gemeint ist und alles ist gut. Herr Gandalf bleibt da erstmal außen vor, der darf eh nicht die Treppe runter ins Souterraingeschoss.

Also wie gesagt: man weiß, was gemeint ist, und ist zufrieden. Außer man steht nach einer ausgiebigen Dusche im großen Bad und stellt fest, dass die vom Vorbesitzer minimal fehlerhaft installierte, faltbare Duschabtrennung aus "ebenerdig" ein "ebenwässrig" gemacht hat. Und dass jetzt wenig trockene Bodenfläche da ist. Und während man so mit nackten Füßen und Socken in der Hand dasitzt stellt man fest, dass das kleine Bad eigentlich größer ist als das obere. Wir sollten doch bei Ocean Room bleiben. Das klingt ja auch viel mehr nach infinity pool.

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